Was kostet ein Chatbot 2026? Ehrliche Zahlen statt „kommt drauf an"
Die kurze Antwort: Ein KI-Chatbot für die Website kostet 0 bis 100 € im Monat als SaaS, 3.000 bis 30.000 € einmalig bei einer Agentur – und beim Eigenbau unterschätzt du nicht die API, sondern deine eigene Zeit. Hier sind die Zahlen aufgeschlüsselt, inklusive unserer eigenen Preise.

Kaum eine Frage bekommt so viele ausweichende Antworten wie diese. Der Grund ist simpel: „Chatbot" bezeichnet drei völlig verschiedene Einkäufe – ein Software-Abo, ein Dienstleistungsprojekt oder ein internes Entwicklungsvorhaben. Sobald man die drei trennt, werden die Preise konkret. Wir bauen selbst eine Chatbot-Plattform, deshalb stehen hier auch unsere eigenen Zahlen drin, nicht nur die der anderen.
Die kurze Antwort als Tabelle
| Weg | Kosten | Passt, wenn … |
|---|---|---|
| SaaS-Plattform | 0–100 €/Monat | … der Bot aus Website und Dokumenten antworten, Leads einsammeln und Termine buchen soll. |
| Agentur / Individualentwicklung | 3.000–30.000 € einmalig + Wartung | … komplexe Prozesse und Altsysteme angebunden werden müssen und intern niemand Zeit hat. |
| Eigenbau | API-Kosten gering, Personalkosten hoch | … ein Entwicklerteam da ist und der Bot Kern deines Produkts wird, nicht Beiwerk. |
SaaS: 0 bis 100 € im Monat
Moderne Chatbot-Plattformen sind Abo-Software. Du verbindest Website-Inhalte und Dokumente, der Bot antwortet daraus – die Preisstaffeln unterscheiden sich vor allem beim Nachrichtenvolumen und bei Zusatzkanälen. Zur Einordnung unsere eigenen Preise, netto: Der Free-Plan kostet aktuell 0 € und enthält einen funktionsfähigen Bot innerhalb der veröffentlichten Tarifgrenzen. Bezahlt geht es bei 19 € los (Basic), der Standard-Plan für 35 € ist für die meisten kleinen und mittleren Unternehmen die richtige Größe, Premium liegt bei 85 €. Bei jährlicher Zahlung wird es bis zu 15 % günstiger; alle Details stehen auf der Preisseite. Vergleichbare Anbieter bewegen sich in ähnlichen Spannen, mit zwei Unterschieden im Kleingedruckten: Manche zählen „Credits" statt Nachrichten, und manche verstecken die Wissensbasis-Größe hinter teuren Stufen.
Aufs Kleingedruckte gehört auch die Frage, was eine „Nachricht" ist. Bei uns zählt eine Kundenfrage plus die KI-Antwort als 2 Nachrichten; ist das Kontingent aufgebraucht, stockst du per Add-on auf (12 € je 500 Nachrichten), ohne den Plan zu wechseln. Rechne dein erwartetes Chataufkommen einmal ehrlich durch, bevor du dich von einer niedrigen Einstiegsstufe anlocken lässt.
Eine Meinung dazu: Für einen Website-Bot, der Fragen beantwortet und Leads qualifiziert, ist alles über 100 € im Monat kein Softwarepreis mehr, sondern versteckte Beratung. Die zahlst du besser bewusst und getrennt.
Agentur: 3.000 bis 30.000 € – wofür eigentlich?
Eine Agentur verkauft dir keinen Chatbot, sondern ein Projekt: Prozessaufnahme, Konzeption, Anbindung an CRM oder Warenwirtschaft, Prompt-Feinschliff, Schulung. Solide KMU-Projekte liegen erfahrungsgemäß zwischen 3.000 und 15.000 €, mit Sonderwünschen und Legacy-Systemen auch deutlich darüber. Dazu kommt fast immer ein Wartungsvertrag von 10 bis 20 % der Projektsumme pro Jahr.
Das ist dann gerechtfertigt, wenn der Bot tief in gewachsene Systeme greifen muss und intern niemand die Zeit hat, sich einzuarbeiten. Es ist Geldverschwendung, wenn am Ende ein FAQ-Bot mit Leadformular herauskommt – den bekommst du als SaaS zum Monatspreis eines Mittagessens, und selbst API-Anbindungen brauchen heute keinen Entwickler mehr. Frag im Zweifel nach dem konkreten Prozess, der das Projektbudget rechtfertigt. Kommt als Antwort „Kundenservice verbessern", ist es keiner.
Eigenbau: die API ist billig, dein Team nicht
Die Kosten des Sprachmodells (LLM) sind oft nur ein kleiner Teil. Teuer ist das System darum herum: Website und Dokumente einlesen, passende Textstellen finden und als Beleg bereitstellen (Retrieval-Augmented Generation, RAG), falsche Antworten abfangen, Widget, Hosting, Monitoring und Modell-Updates. Für eine brauchbare Eigenentwicklung fallen schnell zwei bis vier Wochen Arbeit an – zu Agenturpreisen etwa 8.000 bis 20.000 €, intern als gebundene Entwicklungszeit. Danach bleibt laufende Wartung nötig.
Wie so ein Selbstbau Schritt für Schritt aussieht und wo die Zeit wirklich hingeht, steht im Detail unter Chatbot erstellen ohne Programmierung. Kurzfassung: Eigenbau lohnt, wenn der Bot dein Produkt ist. Als Werkzeug neben dem Kerngeschäft ist er die teuerste der drei Optionen, sie steht nur auf keiner Rechnung.
Die versteckten Posten
Egal welcher Weg – vier Kostenpunkte tauchen in kaum einem Angebot auf:
- Wissenspflege. Der größte reale Aufwand. Ein Bot ist so gut wie die Inhalte, aus denen er antwortet; eine Stunde pro Woche für unbeantwortete Fragen und Korrekturen ist eine ehrliche Hausnummer.
- Zusatzkanäle. Website ist der Anfang. WhatsApp kommt bei vielen Anbietern als Aufpreis, ein KI-Telefonassistent startet bei uns bei 39 €/Monat mit 100 Gesprächsminuten.
- Mehrsprachigkeit. Bei modernen Plattformen inklusive, bei älteren regelbasierten Systemen ein eigenes Projekt pro Sprache. Vorher prüfen.
- DSGVO. AVV, EU-Hosting, Datenlöschung – bei EU-Anbietern Teil des Pakets, bei US-Tools dein eigenes Compliance-Projekt.
Ab wann rechnet sich das?
Die Rechnung ist unspektakulär. Beantwortet der Bot Fragen im Wert von 15 Minuten Mitarbeiterzeit pro Tag, sind das rund 7,5 Stunden im Monat – bei 30 € Vollkosten je Stunde etwa 225 €, gegen 35 € Abo. Der Bot muss also nicht brillieren, er muss nur die immer gleichen Routinefragen abfangen, und das tut er ab Tag eins, rund um die Uhr. Für deine eigenen Zahlen gibt es den ROI-Rechner.
Unterm Strich
Starte kostenlos, miss vier Wochen echte Gespräche und entscheide dann mit Daten statt mit Bauchgefühl über ein Upgrade. Eine Agentur holst du dazu, wenn ein konkreter Prozess mit Altsystem-Anbindung das Budget begründet – nicht vorher. Und den Eigenbau hebst du dir für den Fall auf, dass der Chatbot nicht Werkzeug, sondern Produkt ist.
Finde heraus, was dein Chatbot kosten würde: nichts
Der Free-Plan enthält einen voll funktionsfähigen KI-Chatbot, der aus deiner Website antwortet. Teste vier Wochen mit echten Besuchern und entscheide dann mit Daten.
